Sicherheit

Der Begriff der Sicherheit ist im Wandel begriffen und erfährt seit einigen Jahrzehnten eine Ausdehnung ungekannten Ausmaßes. Dieser Eintrag wird dem Wandel anhand des von Christopher Daase entwickelten vierdimensionalen Schema auf den Grund gehen. Jede der Dimensionen beschreibt dabei eine Eigenschaft des Sicherheitsbegriffs und ihre verschiedenen neuen Ausprägungsformen.

Die Referenzdimension fragt, auf wen sich Sicherheitspolitik bezieht. Wessen Sicherheit soll gewährleistet werden?

  • Traditionell verteidigen sich Staaten gegenüber anderen Staaten
  • Gesellschaftliche Sicherheit (social security) soll Frieden und Freiheit sichern, Produktivität und Wohlstand entwickeln
  • Menschliche Sicherheit (human security) soll individuelles Leben in Freiheit und Würde ermöglichen
  • Der Perspektivwechsel schafft neue Gefahren für Sicherheit (Kriminalität, Armut, Krankheit, etc.)

Menschliche Sicherheit ist so vage, dass in den Vereinten Nationen ein Trend in Richtung Fürsorgepflicht und Schutzverantwortung des Staates und internationaler Organisationen ensteht.

Die Sachdimension sieht Machtpolitik im Zentrum um die Verteidigung militärischer Sicherheit.

  • Traditionell ist der Verlust politischer Selbstbestimmung durch einen militärischen Angriff die größte Sicherheitsgefahr
  • Ökonomische Sicherheit (economic security) geht davon aus, dass Wohlergehen von strategischen Resourcen und der sich daraus ableitbaren wirtschaftlichen Verwundbarkeit abhängt
  • Ökologische Sicherheit (environmental security) geht davon aus, dass Umweltprobleme immer auch Gewaltkonflikte heraufbeschwören
  • Humanitäre Sicherheit (humanitarian security) verbindet militärisches Handeln mit Menschenrechten

Die Folge sind

  • Humanitäre Einsätze auf Grundlage der allgemeinen Schutzverantwortung (responsibility to protect)
  • Innere und äußere Sicherheit werden schwerer trennbar (KFOR, ISAF, etc.)
  • Militärische und zivile Politiksphären verschmelzen

Die geographische Komponente, die Raumdimension, geht davon aus, dass innerstaatliche Sicherheit um ein generelles Umfeld ergänzt werden muss, in welchem alle Staaten ein „vernünftiges Maß an Sicherheit genießen“((Christopher Daase: „Wandel der Sicherheitskultur“ in APuZ 50/2010, S. 13)).

Globale Sicherheit ist dabei nicht mehr nur auf die internationale Staatengesellschaft (international society) beschränkt, sondern es soll die „Menschheit als Ganzes und die Aussicht auf eine globale Weltgesellschaft (world socienty) freier individuen“ vorangetrieben werden.

Die Gefahrendimension geht davon aus, dass es (auch) militärisch nicht ausreicht, die Stärken des Gegners zu bekämpfen, sondern man die eigene „Verwundbarkeit gegenüber externen Effekten“ (externalities) minimieren muss.

  • Klare Bedrohungen werden zu heute gegebenen Risikofaktoren
  • Ungewisse Sachlagen (uncertainties) und Herausforderungen werden als sicherheitsrelevante Gefahr dargestellt

Die Folge ist eine präventive und präkautive Sicherheitspolitik die die Auswirkungen möglicherweise eintreffender Schäden vorbeugend oder vorsorgend zu verhindern suchen. Das wiederum kann diplomatisch oder auch militärisch umgesetzt werden. Präventivschläge werden Realität.

Politikwissenschaft

Viele Menschen hören Politikwissenschaft und denken sofort an Politiker, Parlament und gebrochene Wahlversprechen. Dabei ist das (die Tagespolitik) nur ein kleiner Teil der Politikwissenschaft, die sich die meiste Zeit mit viel interessanteren Dingen beschäftigt.

In der Neuzeit unterteilt man Politikwissenschaft in drei Bereiche:

  • Politische Philosophie
  • Vergleichende Systemlehre
  • Internationale Beziehungen

Politikwissenschaft ist nämlich in Wahrheit die Wissenschaft von der Politik, und wird zu den Geistes- bzw. Sozialwissenschaften gezählt.

Hallo Welt!

Dieser Post ersetzt einen ganz langweiligen Blog, den ich schon lange nicht mehr mochte. Es ging um Persönliches, meinen Alltag, kurzum: Dinge, die nicht wirklich jemanden interessieren. Stattdessen beschäfttige ich mich ab heute lieber mit einer Sache, die mir wirklich Spaß macht: Politik!

Es wurde auch langsam Zeit: Mittlerweile zähle ich nicht mehr die Semester, die ich schon Politikwissenschaft studiere. Und obwohl sich eine Menge Zeug in meinem Kopf angesammelt hat, kann ein bisschen Ordnung nicht schaden, oder? Genau deshalb auch das Fragezeichen im Titel.