… bedeutet auf deutsch “Überlebenscamp”. 5 Tage und 6 Nächte verbrachte ich in einem Häuserkomplex aus dem 2. Weltkrieg am abgelegensten Fleck vom Balaton, Ungarn, meine kostbare Zeit. xD
Aber erst zum Anfang: Samstag; ich fahre zu meiner Tante und meinem Onkel zu Besuch. Dort werde ich von meinem kleinen süßen Cousin in Empfang genommen. Meine Mutter setzt mich ab. Kurze Zeit spreche ich unter 8 Augen über meine Freizeit (dass ich den ganzen Tag vor meinem Mac sitze). Im nächsten Moment ist meine Tante vor dem PC, sucht nach Camps am Plattensee und hängt am Telefon um nachzufragen, ob man sich noch anmelden kann. Tamas, der Leiter sagt zu, aber ich bin bekomme bis um 6 Uhr abends Bedenkzeit. Nach der folgenden einen Stunde treffen sich meine Verwandten mit meinen Eltern in der Stadt um Mittag zu essen. Dort sagt meine Mutter zu und ich auch. Wieder bei meinem Onkel zu Hause angekommen ruft meine Tante Tamas an und sagt ihm zu. In der Zeit läuft meine Mutter zum H&M und kauft mir Socken und Boxer. Danach kommt sie zu uns. Ich muss Anziehsachen von dem Bruder meiner Tante anprobieren, da ich nichts dabei habe, außer einer Jean und einem T-Shirt. Meine Mutter verschwindet Richtung Wien, ohne mich. Ich bekomme Abendessen und mache mache mich danach auf dem Sofa bereit, um dort die Nacht zu verbringen. Ich schlafe ein. Aufgewacht dusche ich mich zum letzten Mal, esse mein Frühstück und putze mir die Zähne auf der elektrischen Zahnbürste meines Onkels, auf die ich einen Zahnbürstenaufsatz bereitgestellt bekommen kriege. Danach fahren wir mit meinem verschlafenen, 16 Monate alten Cousin Richtung Balaton. Auf dem Weg halten wir beim Auchan, um mir Drogerieartikel zu kaufen (Zahnbürste, irgendwas gegen Mücken und soche Sachen, die mir gerade nicht einfallen). In Zánka angekommen, finden wir auf anhieb Europas größtes Jugendlichen-Zentrum (oder so). An der Schranke erklärt uns ein Security-Man den Weg zu meinem Haus. Angekommen, begrüßt mich einer der,wie sich später herausstellt, 18 Teilnehmer. Er heißt Mark und ist Ungar, lebt aber in England. Die Aufseher (zwei nette Damen) sagen uns, dass wir noch beruhigt an den Strand fahren können, weil wir noch genügend Zeit haben (drei Stunden). Wir fragen Mark, ob er an den Strand will. Er sagt ja. Wir fahren runter, Fahrzeit: ca. 10 Minuten. Dort gehe ich mit Mark ins Wasser. Nach einer Zeit beschließt er wieder hochzugehen, weil es ihm langweilig wird. Ich bleibe noch ungefähr eine Stunde, danach fährt mich mein Onkel wieder hoch. Er fährt, ich bleibe.
Wir waren schon am ersten Tag beim Wasserski. Ich habe mich eher am Wakeboard orientiert, da ich “very well” snowboarden kann ;)
Danach kam Paintball, Hochseilgarten, zwischendurch immer am Strand, Gulasch kochen bei Nacht, nach Tihany wandern, eine Höhle besichtigen, Nachtwanderung, an Felswänden klettern und solche Sachen, die mir gerade nicht einfallen wollen.
Alle sagten, man müsse nur das Essen überleben. Es war nicht sehr lecker…
Im Kino war ich auch. Plan B für die Liebe; Preis: 650 Forint, umgerechnet ca. 2.32€.
Mädchen gab es auch, nicenice ;)
Ich bekam sogar noch so Ohrwürmer, da die Zigeuner aus dem anderen Haus immer diese Musik hörten, die ich gerade höre.
Fazit: Ich bin 300€ ärmer, habe aber viele Kontakte geknüpft, hab’ paar nette Mädls kennengelernt, 7 Tage nichts Richtiges zu futtern gekriegt, ungefähr 20 Schokoriegel gegessen, 7500 Forint ausgegeben, ca. 3 Mal geduscht, 20km gewandert, 20 Kilo abgenommen, geschätzte 6000 Zigeuner getroffen, bestimmt über 10 Mückenstiche abbekommen, über 3000 Sonnenblumenkörner aufgemacht und gefuttert, insgesamt 8 Stunden im Wasser verbracht, um die 10 Mal bei Blitzeinschlägen zusammengezuckt, viele Male Wildschweine gesehen und mir gedacht, ob ich sie erschießen und als Abendessen auffuttern soll, 2 Äpfel an die Wand geworfen, mindestens 100 Liter Mineralwasser getrunken, und und und…
aber nach einem Tag begreife ich, wie affengeil es war. Nächstes Jahr gib’s WasserskiCamp und noch andere…., ich werde dort sein!
Ich danke meinen Betreuern, sie waren sehr nett zu mir. Wenn ich z.B. etwas nicht verstanden habe, dann haben sie es mir erklärt. Nicht weniger wie Zsuzsa Néni ;) harrr harrr
Am Ende bekam ich einen Kugelschreiber, der mich, wie ich zum einem meiner Betreuer sagte, 300€ kostete. :DDD