Wenn man in Würzburg um eine Ecke geht, erlebt man in der Regel immer etwas, das man zuvor kaum erahnt hätte. Ob die auf dem nachfolgenden Photo abgebildeten, schätzungsweise zehn Kilo Kirschen wohl zufällig auf dem Gehweg vor dem Universitätsgebäude lagen, oder dort mit Absicht von einem dekadenten Kirschliebhaber abgelegt wurden, wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben.
Twitter wird zum wichtigsten Informationsmittel. Bei dem Unglück heute in Duisburg auf der Loveparade starben 17 Menschen. Andere fanden es Sekunden später auf Twitter per Statusupdates heraus. Ich wühle mich durch ungefähr 100 Tweets pro Minute. Eltern / Freunde / Bekannte / Verwandte suchen nach ihren Kindern. Durch Twitter verbreiten sich Nachrichten wie ein Lauffeuer. Da frage ich mich, ob man nicht daraus einen Fernsehsender machen sollte ?! Die ersten Suchlisten werden erstellt. Jeder hat Angst. Erst nach 3 Stunden sieht man etwas im Fernsehen, aber nicht so detailliert wie in den Statusupdates von Twitter. Es werden mit Handys Videos aufgenommen, wie Leute sterben. Keiner hilft ihnen, die sog. Raver behindern die Sanitäter. 1400 Polizisten sind anwesend. An denen hat es nicht gelegen. Doch dieser Tunnel. Ein Verhaltensforscher, diese dumme Nudl, hat den Tunnel nicht bemängelt. Wie sollte das funktionieren? Durch diesen Tunnel hätten 1,4 Millionen Leute kommen müssen. Um 5 Uhr Mittags drängten sich 1 Millionen vor diesem Tunnel. Viele versuchten über ein Gerüst hochzukommen. Die Polizei hatte Mitleid und half ihnen, schätzungsweise 7 Meter hochzuklettern. Jetzt erfahre ich, dass der Presseeingang sogar breiter war als der Tunnel. Und das war nicht alles: Der ehemalige Güterbahnhof war nur für 350.000 Feiernde bestimmt. 1,4 Millionen wären gekommen. Das wären 6 Menschen auf einem Quadratmeter gewesen. Das is ja noch schlimmer als in einer Legebatterie!
Dieses Bild wurde mehrmals auf Twitter gepostet:
Letztes Jahr musste Bochum, trotz des 20. Jubiläumsjahres, die Loveparade wegen Sicherheitsaspekten absagen. Das hätte Duisburg mit nicht mal 500.000 Einwohnern zu Denken geben müssen, da die dreifache Menschenmenge gekommen wäre. Dies hätte ein Highlight der Ruhr 2010 werden sollen. Unter Anderen hat David Guetta abgesagt, in der Stimmung wäre eh nich mehr viel draus geworden. Die Musik lief weiter, als man von dem Unglück wusste. Keiner sagte was. Bis zum Ende (12 Uhr) wussten Viele nichts. Ab 12 Uhr wurde dann Meeresströmung eingespielt. Es wurden zusätzlich viele Busse und Züge eingesetzt. Viele stiegen aber auch irgenwo rein und landeten dann in Düsseldorf, von wo aus aber keine Anschlusszüge fuhren. Dr. Motte, der Gründer der Loveparade, kritisierte diesen Vorfall scharf.
Nach langen Wochen des Herumrennens, der zahllosen Dokumente und des Verwirrspiels der Behörden sind wir nun endlich an einem Punkt angelangt, da wir genau wissen, was uns mit der bevorstehenden Traumhochzeit erwartet. Doch langsam!
Wie kommt man bei unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten an die beiderseits benötigten Ehefähigkeitszeugnisse? Nun, zum Einen garnicht, und zum Anderen nur mit Mühe. Denn an ein deutsches Ehefähigkeitszeugnis kommt man erst, wenn man ein ungarisches Ehefähigkeitszeugnis der künfrigen Ehefrau vorweisen kann.
Wie aber kommt man zu einem ungarischen Ehefähigkeitszeugnis der künftigen Ehefrau? In Ungarn, in dem man das Ehefähigkeitszeugnis des künftigen deutschen Ehemannes vorweisen kann. Wie? Das geht wegen Punkt 1. nicht?
Man besorgt das ungarische Ehefähigkeitszeugnis der künftigen Ehefrau bei der zuständigen Auslandsvertretung, namentlich dem Ungarischen Konsulat in München, bei dem nur die Anwesenheit des künftigen Ehemannes von Nöten ist, nicht aber dessen Ehefähigkeitszeugnis.
Um sich an das Ungarische Konsulat in München wenden zu können, ist deren Zuständigkeit festzustellen.
Um die Zuständigkeit des Ungarischen Konsulates in München festzustellen, muss die künftige Ehefrau ihren Wohnsitz in Ungarn aufgegeben haben, das diesbezügliche Schreiben aushändigen und sich einen neuen Personalausweis ausstellen lassen.
Bei der Stadtverwaltung in Würzburg wird ein neuer Wohnsitz angemeldet.
Der neue Personalausweis wird beim Ungarischen Konsulat in München eingezogen, der neue Wohnsitz in Deutschland überprüft, und stattdessen ein vorübergehender Ausweis ausgestellt. Dies aber auch nur, wenn man ein Passbild dabei hat.
Mit dem neuen Ausweis wird von der selben Dame am selben Schalter das Ehefähigkeitszeugnis ausgestellt.
Mit dem neuen Ehefähigkeitszeugnis erscheint man am Standesamt in Würzburg. Dort bekommt man gesagt, dass das teuer bezahlte, von einem ungarischen Konsul unterschriebene Ehefähigkeitszeugnis nach deutschem Recht nur ein halbes ist, und daher der bislang angesammelte Aktenberg – mitsamt einigen anderen kleinen Texten, Erklärungen, Formularen und sonstigen Versicherungen an Eides statt – nach Bamberg an das Oberlandesgericht geschickt werden muss, wo derzeit alle im Urlaub sind, und man mit einer zügigen Bearbeitungszeit von nur 6 Wochen rechnen kann.
Unser heutiger kleiner Ausflug sieht von oben betrachtet eher wie der Weg eines Geisteskranken aus. In Wirklichkeit aber haben wir vom Ringpark, den Papageien darin, dem Blumenmeer und einigen Entenschwärmen angefangen, über den Residenzgarten und die weitläufigen Parkanlagen fast alles Grün gesehen, dass es zu sehen überhaupt lohnt.
Auf dem Rückweg dann noch schnell zu Kupsch und Lidl, zum Bäcker und sonst über große Umwege wieder zurück nach Hause.
Unser kleiner Ausflug zum diesjährigen Kiliani Volksfest war mehr als nur spannend. Hier die wichtigsten Momente, Spannung und Spaß – gesehen von der Löwenbrücke. Beatrix war aus dem Häuschen!
Wenige Menschen schaffen es, selbst natürlichste Vorstellungen von Arbeitsmoral und Einsatz umzustoßen. Jaroslaw Galuschka ist eine Person, der dies vorzüglich gelingt. An einem Montagnachmittag, da plötzlich und unverhofft ein Dokument aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt, und einem Gericht vorgelegt werden sollte, genügte ein Anruf und er war zur Stelle. Mit dem Fahrrad unterwegs, aus der Freizeit gerissen, nahm er unweit seines Zuhauses – vor einem verlassenen Kupsch-Markt in Würzburg – das o.g. Dokument entgegen und versprach schnelle Bearbeitung.
Was schnelle Bearbeitung bedeutet, sollte sich am nächsten Tag um 9 Uhr in der Früh herausstellen. Zum Termin um 11 Uhr beim Standesamt war alles perfekt übersetzt, gestempelt und sogar in Form, Farbe und Aufteilung dem Original angepasst. Die Bearbeitungszeit – und das ist das Besondere – fand sich aber in der Rechnung nicht wieder. Kein Zuschlag, alles Service. So kostete die eine Seite Geburtsurkunde genau €19.
Herr Galuschka übersetzt Englisch-Deutsch, Polnisch-Deutsch und Deutsch-Polnisch. Sehr zu empfehlen.
… das sind die Tage, an denen ich schon Ferien habe.
Erschreckend ist, dass ich ca. 2/3 davon, nicht aus dem Haus gegangen bin. Das heißt, morgens gehen ich an den Computer, bis zum Mittag. Meine Mutter kommt früher nach Hause und macht mir Mittagessen. Dann stehe ich auf und bewege mich ca. 6 Meter von meinem Schreibtisch zum Esstisch in die Küche. Wenn ich dann also nach 10-20 Minuten fertig gegessen habe, bewege ich mich wieder 6 Meter zurück zum PC. Dabei nehme ich aus dem Kühlschrank ein 1,5 Liter prickelndes Mineralwasser von Vöslauer mit mir, an dem ich den ganzen Tag nuckeln werde. Während sich also mein Müll mit Wasserflaschen füllt (von den letzten Tagen und schon anfangen will zu platzen (gerade sind es 5 Vöslauer- und eine 7UP-Flasche/n), sitze ich auf einem quietschenden Stuhl, der sehr unbequem ist, und auf dem nur ein Stück Poster platziert ist. Dabei kann ich meine Beine nicht ausstrecken, weil die Tischbeine mir den Weg versperren. So macht es das noch mehr unbequemer. Dann sitze ich bis ca. 22:00 Uhr dort, bis meine Mutter mir sagt, ich solle doch mir was zum Abendessen machen. Nach ca. 4-8 Nutellatoasts bin ich voll und kehre auf den unbequemsten Stuhl der Welt zurück. Um ca. 12:00 Uhr geht meine Mutter ins Bett. Um 2 Uhr bin ich dann auch schon ein Bisschen Müde und überlege, ob ich noch duschen solle, doch ich entscheide mich dagegen. So putze ich mir nur noch schnell, aber gründlich, die Zähne, checke noch ein letztes Mal Facebook und meine Mails und dann haue ich mich aufs Ohr. Danach überlege ich noch ein Bisschen über dies und das bis ich dann endgültig eingeschlafen bin. Dann ist es 3 Uhr.
Am Morgen wache ich um ca. 11 Uhr auf und schaue mir um, ich glaube, 12 Uhr Baywatch Hawaii an. Man, Kekoa is so hot !!!!!!!!
Das sind nur ein Paar von Viel Fakten. Diese abgestandene Luft in meinem Zimmer verleitete mich zu diesem Post. Obwohl, durch 1e meiner 3er Fenster lasse ich frische abgasige Luft aus Wien in mein Zimmer ströhmen.
So sieht mein Rhythmus aus, Tag für Tag.
„…schwimmen auf dem See…!“ So heißt es im bekannten Kinderlied, jedoch nur, wenn alles gut geht! Heute aber ist etwas ganz anders passiert! Ich ging gerade mit David durch den würzburger Ringpark nach Hause, als wir eine bewegungslose Ente erblickten. Wir dachten, dass sie nur im Schatten ruht. Als wir noch näher gingen, fühlte ich sofort, dass etwas nicht stimmt. Noch immer bewegte sie sich nicht. Wir wussten nicht, wie wir helfen können, nur, dass wir etwas tun müssen! Unsere erste Idee war, dass wir das kleine Tier aufheben und zum Wasser zurücktragen. Als Dávid zu ihr kam, fing die kleine Ente an zu laufen, aber sie konnte nur ein Bein benutzen. Die Diagnose war eindeutig: Beinbruch! Wir hatten eine andere Lösung finden müssen! Ich blieb mit der Ente im Gras sitzen und Dávid eilte nach Hause um zu telefonieren.
Ein paar Minuten später kam er zurück und erzählte mir, die Feuerwehr ist auf dem Weg. Die beiden Männer kamen an, und schnappten den kleinen Parkbewohner mit einem Netz. Nun ist sie gerettet und wird im Tierheim von fähigen Händen versorgt. Schau nicht weg und habe keine Angst, jenen zu helfen die in Not sind, da es mehr von ihnen gibt als man denkt!
Es ist 1:45 Uhr morgens, da bekomm’ ich doch glatt eine e-Mail von meinem Bruder. Kurz gefasst steht drinnen, ich solle seine Arbeit übernehmen. Also jeden Unsinn den ich in der Wohnung finde, mit einer Handykamera fotografieren (was für eine Schande für mich, als Profifotograf!) und irgend eine nette, dusselige Geschichte dazu erfinden. Natürlich habe ich sofort Ja gesagt. xD
Also, heute, mit meinem ersten Tag (eigentlich ganz schön früh für einen Arbeitstag, wenn man nicht gerade Müllmann oder Hausbesorger ist) beginne ich mit meinem ersten Post: Es ist das für mein Bruder Meistgehasste in der Küche. Ich spreche über Nüsse. Kein Wunder, dass er Erdnussbutter ebenso wenig mag.
Aber der Punkt ist, dass ***** (aus datenschutzrechtlichen Gründen verschleiert) eine tödliche Nussallergie hat. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum ich Ihnen sowas langweiliges und überflüssiges überhaupt erzähle?! Tja, wäre das nicht so langweilig und überflüssig, oder gar intelligent, würde ich Ihnen das auch nicht mitteilen. Da wir aber auf dem unwichtigsten Blog im ganzen W.W.W. sind, muss ich das ja wohl! Mit diesem Artikel sollt ihr ein bisschen mehr über die Verfasser kennenlernen… See You.
P.S.: Irgendwie gibt es noch eine schlechtere Handykamera wie die meines Bruders :P
München, Haptstadt Bayerns. Mit großen Erwartungen zieht es all seine Landeskinder hin zu seinem Schoße – bis, ja bis der Tag kommt, an dem man ihr gegenüber steht.
So beschaulich die Isar auch durch das Häusergewusel fließen mag, so enttäuschend war doch die Erkenntnis, in Hitze und Menschengewühl regelrecht unterzugehen. Aber da war der Ausflug bereits mehrere Stunden alt, hatten wir bereits Nürnberg, Augsburg und einige weitere kleine Stationen hinter uns gelassen, waren in tiefster Nacht an entlegenen Orten aus und umgestiegen. Als Einzige.
Durch einen kleinen Fauxpas meinerseits waren wir allerdings in München Pasing auf die S8 in falscher Richtung gesprungen, und mussten – da es bereits drei Uhr war – vom Westkreuz zu Fuß an den Marienplatz zurückgehen. Dort angekommen machten wir vor einem Waschsalon eine unfassbare Bekanntschaft mit der wohl einzigen türkisch sprechenden ungarischen Straßendame Deutschlands. Ein Erlebniss, so schauderlich wie die vertrockneten Chickenburger, mit dreckiger Hand gefertigten Salate und Techno-schreienden Lautsprecher im McDonald’s am Hauptbahnhof. Auch ohne Worte: Die ausgewiesenen Coupons der Waschräume hätten nur beim Kauf eines Menüs in Anspruch genommen werden.
Von den ersten, nur durch die Silhouetten der Flugzeuge durchbrochenen Morgenstrahlen am Flughafen Franz-Joseph-Strauß geküsst, starrten wir einem heißen Tag entgegen. Einen REWE-Markt, ein Café, und schließlich auch das Ungarische Konsulat hatten wir auf Anhieb entdeckt. Wo waren wir gelandet?
Genau um 9 Uhr morgens betraten wir das Gebäude. Nach einigen netten Formularen und einem endlos scheinenden Gang zum nächstbesten Passbildphotographen am Arabellapark– so schnell können 16€ für Nichts verschwinden – hatten wir sowohl das Ehefähigkeitszugnis, als auch einen neuen Pass für Beatrix in der Tasche. Edeka, Burgerking, fertig.
Alles in Allem ein Höllentrip, den man nicht wiederholen möchte. Details in den nächsten Tagen – oder nie.
Dieser Blog ist hip, dieser Blog ist cool, aber was dieser Blog auf keinen Fall sein will ist hübsch oder gar intelligent. Er ist, wie er ist. Hässlich, mit lächerlichen Bildern, unwichtigen Dingen – hauptsächlich Ramsch. Genießen Sie ihn, die Ruhe und Einfachheit die er ausstrahlt. Das was auch Sie haben könnten, wenn Ihnen Geschmack fehlen würde, und sie immer den falschen Kaufentscheid getätigt hätten. Genießen Sie das Versagen. Meines, Ihres. Genießen Sie diesen Blog!
Dieser Blog wird von Marc Dávid Várdai herausgegeben und enthält von Zeit zu Zeit mehr oder weniger wichtige Artikel von Ihnen nicht näher bekannten Authoren.