AppleTV mit pfSense

Ich bin sicher nicht der erste, der sich nach der Inbetriebnahme eines AppleTV gewundert hat, dass es im Gegensatz zu iPhones und iPads keine direkte Möglichkeit zum Einrichten von VPN-Verbindungen am Gerät gibt. Was also tun, wenn man gleichzeitig Streaming-Dienste aus Deutschland und Österreich nutzen möchte? Die Antwort: Split-Tunneling mit pfSense.


Als mich ein Kollege vor mehreren Jahren auf pfSense aufmerksam machte, kam mir irgend etwas daran bekannt vor. Und tatsächlich stammt es von m0n0wall ab, das ich bereits 2002 für erste IPV6-Tests nutzte. Natürlich hatte ich damals noch keine Ahnung von Firewalls und Routing, die von ihm vorgeschlagene lief dann auch nur eine Weile auf einem Lenovo ThinkPad X250 mit zusätzlichem USB-Ethernet-Adapter, bis mir ein gutes Notebook doch zu schade für die Aufgabe war. Die Idee verschwand wieder in der Schublade.

1. Versuch: Lenovo ThinkCentre M700 Tiny

2. Versuch: Lenovo ThinkCentre M800

Wenn ich ehrlich bin, waren schon die Systemressourcen der bisherigen Lösungsansätze mehr als ausreichend für den gedachten Einsatzzweck. Dennoch ließ ich es mir nicht nehmen, es mit einer PCIE Netzwerkkarte mit Intel E1G42ET Chipset zu versuchen, dessen Treiber bereits standardmäßig in pfSense enthalten sind.

Die Karte mit doppeltem Ethernet macht einen wertigen Eindruck, hat rund €40 gekostet und enthält eine zusätzliche low-profile Blende. Nirgends auf dem PCB findet sich aber das Wort Intel wieder.

Das Lenovo ThinkCentre M800 bietet vier PCIE-Steckplätze. Für die Karte genügt schon der kürzeste Slot. Angesichts des großen Lüfters fragt man sich aber schon, wie leise das wohl im Betrieb sein wird.

Eingebaut bleibt noch immer viel Luft für weitere Karten.

Auch bei der Installation schaut’s nicht wirklich nach Intel MAC-Adressbereichen aus. 80:61.5f gehört zu Beijing Sinead Technology Co., Ltd., es wird sich zeigen wie gut die Chips funktionieren.

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